Tag 18

Achtsames Lauschen

Deine heutige Praxisübung

Herzlich willkommen zu Tag 18!

Hallo [ds_firstname]!

Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.

Schon 18 Tage geübt, wiederholt, drangeblieben, Bravo ????und Respekt für die Leistung!

Bleib weiter dran, es lohn sich ????.

  • Wie gehst du eigentlich durch die Straßen beim Einkaufen oder wenn du in der Stadt unterwegs bist?
  • Wo ist da deine Aufmerksamkeit?
  • Bist du eilig unterwegs, deinen Plan abarbeitend, oder nimmst du auch deine Umwelt wahr?

Die Dinge, die um dich herum geschehen, die vielleicht sehr schöne Erlebnisse sein können.

Es gibt da eine passende Geschichte dazu, sie wird von uns Achtsamkeitstrainer immer wieder gerne genommen. Eine schöne Geschichte.

Der Geiger in der U-Bahn

Ein Mann saß in einer U-Bahn-Station in Washington DC und begann, Geige zu spielen. Es war ein kühler Morgen im Januar. Er spielte sechs Stücke von Bach; ca. eine dreiviertel Stunde lang. Während dieser Zeit – es war im morgentlichen Berufsverkehr – kamen tausende Menschen durch die Station, die meisten von ihnen auf dem Weg zur Arbeit.

Nach drei Minuten bemerkte ein Mann im mittleren Alter den Musiker. Er verlangsamte seinen Schritt und hielt für einige Sekunden an. Dann beeilte er sich, um in seinem Zeitplan zu bleiben.

Eine Minute später erhielt der Musiker sein erstes Trinkgeld: eine Frau warf einen Dollar in sein Kästchen und setzte ihren Weg fort, ohne anzuhalten.

Ein paar Minuten später lehnte sich jemand gegen die Wand, um der Musik zuzuhören. Dann warf der Mann seinen Blick auf die Uhr und ging weiter. Er war offensichtlich spät dran.

Derjenige, der dem Musiker am meisten Beachtung schenkte, war ein 3-jähriger Junge. Seine Mutter zog ihn weiter, aber der Junge hielt an, um dem Geiger zuzusehen. Schließlich zog die Mutter kräftiger und das Kind lief mit, drehte aber den Kopf noch nach dem Musiker um. Das gleiche Szenario wiederholte sich noch mit verschiedenen anderen Kindern. Alle Eltern – ohne Ausnahme – zogen die Kinder weiter.

In den 45 Minuten, in denen der Geiger spielte, hielten nur sechs Leute an, um für eine Weile zuzuhören. Ungefähr 20 Leute gaben ihm Geld, liefen aber im gewohnten Tempo weiter. Er nahm $32 ein. Als er aufhörte zu spielen und es still wurde, bemerkte es niemand. Niemand applaudierte oder nahm es auf andere Weise zur Kenntnis.

Niemand wusste das, aber der Geiger war Joshua Bell, einer der besten Musiker der Welt. Er spielte eines der schwierigsten Stücke, die je geschrieben wurden mit einer Geige im Wert von 3.5 Millionen Dollar.

Zwei Tage vor seinem Spielen in der U-Bahn spielte Joshua Bell im ausverkauften Konzerthaus in Boston, wo eine Karte im Schnitt $100 kostete.

Dieses Szenario wurde organisiert von der Washington Post als Teil eines sozialen Experiments über Wahrnehmung, Geschmack und Prioritäten. Die Frage hier: in einer alltäglichen Umgebung, zu ungewöhnlicher Zeit: können wir Schönheit erkennen? Halten wir an, um sie zu genießen? Erkennen wir ein Talent in einem unerwarteten Kontext?

Dies ist eine gekürzte, leicht veränderte und übersetzte Version eines Artikels in der Washington Post vom 08. April 2007 von Gene Weingarten.

(Text aus einem Kurs von Britta Hölzel)

Abschlussgedanke:

Ein paar kleine Reflektionfragen für dich.

  • Wie hat es sich angefühlt, einfach nur zu lauschen, zu hören?
  • Gelang es dir im Hier und Jetzt bleiben?
  • Wie und wann könntest Du diese Art von Meditation in Deinem Alltag einbauen?

Teile deine Erfahrung gerne im Kommentarbereich.

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1 Kommentar

  1. Walter

    Eine wunderbare Geschichte. Die Lauschmeditation habe ich am Abend gemacht. Bin gut zur Ruhe gekommen.

    Antworten

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